Autor und Werk

Ludwig Thoma (1867 - 1921); Portrait
Ludwig Thoma (1867 - 1921)

Ludwig Thoma - Erfolgsautor mit Schattenseiten

Am 21. Januar 1867 in Oberammergau geboren, geht Thoma als junger Anwalt seinen schriftstellerischen Neigungen nach. Mit Theaterstücken, Erzählungen und Romanen wird er weit über Bayern hinaus berühmt. Seine Lausbubengeschichten, Filser-Briefe, zahlreiche Komödien und  Einakter sowie Der Münchner im Himmel machen ihn populär. 1906 wird Thoma zusammen mit Hermann Hesse Herausgeber der Zeitschrift März. Im gleichen Jahr verurteilt man ihn wegen eines im Simplicissimus veröffentlichten Gedichtes zu sechs Wochen Haft.

Ludwig Thoma vor seinem Landhaus in Rottach am Tegernsee; historische Postkarte
Ludwig Thoma vor seinem Haus

Zu Beginn des Ersten Weltkrieges meldet er sich freiwillig als Sanitäter und zieht 1915 an die Ostfront. Dort erkrankt er schwer an Ruhr, wird untauglich nach Hause geschickt und ist fortan ein kranker, gebrochener und verbitterter Mann. In dieser Zeit schreibt er in der Bauernstube seines Landhauses Auf der Tuften bei Rottach die Heilige Nacht. Nach langer Krankheit starb er am 26. August 1921 in seinem Haus am Tegernsee.