Handlung Heilige Nacht

Titelbild "Heilige Nacht" aus dem Zyklus "Heilige Nacht", Tuschzeichnung von Cristina Zaluskowski; Alle Rechte bei edpConcerts München 2003

 

 

 

 

 

 

Heilige Nacht - die Weihnachtslegende von Ludwig Thoma  

1917 erschien die Dichtung Heilige Nacht von Ludwig Thoma – eine altbayerische, in Versform gehaltene Erzählung, frei nach dem Weihnachtsevangelium des Evangelisten Lukas. Der Originaltext mit Gesängen des Autors diente Enrico de Paruta als Basis für sein WeihnachtsSingspiel, das er jährlich aufführt.

"In Nazareth" aus Zyklus "Heilige Nacht", Tuschzeichnung von Cristina Zaluskowski; Alle Rechte bei edpConcerts München 2003

 

 

 

 

In Nazareth

In Nazareth Zur Regierungszeit von Kaiser Augustus führen in Nazareth der Zimmermann Joseph und seine Frau Maria, die ein Kind erwartet, ein bescheidenes Leben. Ein Schreiben der Steuerbehörde fordert beide auf, sich in Bethlehem eintragen zu lassen. Trotz des beschwerlichen Wegs ist Maria zuversichtlich. Es stehe in der Heiligen Schrift, dass sie bald in Bethlehem sind.

"Auf Bethlehem zua" aus Zyklus "Heilige Nacht", Tuschzeichnung von Cristina Zaluskowski; Alle Rechte bei edpConcerts München 2003

 

 

 

Auf Bethlehem zua

Nach Bethlehem Am nächsten Morgen stapfen Maria und Joseph durch den tiefen Schnee. Während der Mittagsrast naht das Fuhrwerk des reichen Manasse. Der fährt spottend vorbei. Joseph ist fassungslos. Da kommt der Handwerksbursch Hansei des Wegs und hilft Joseph die entkräftete Maria bis vor die Tore Bethlehems zu tragen. Da er keinen Ausweis hat, verabschiedet sich Hansei hier. Mag er auch arm sein, Gott wird es ihm lohnen.

"Fremde Gäst'"" aus Zyklus "Heilige Nacht", Tuschzeichnung von Cristina Zaluskowski; Alle Rechte bei edpConcerts München 2003

 

 

 

Fremde Gäst'

Fremde Gäste Maria und Joseph finden keine Bleibe in Bethlehem. Der Hausknecht des Rössl-Wirts fertigt sie rüde ab. Auch beim Gasthof „Zum Lamm“ werden sie abgewiesen. Maria versucht ihre Schwäche zu verbergen. Da erinnert sich Joseph an eine Base, die mit ihrem wohlhabenden Ehemann Josias in Bethlehem lebt. Die Verwandten werden Ihnen gewiss Logis und eine warme Mahlzeit geben, hofft Joseph. Ob er sich da nicht irrt?!

"Beim Josias" aus Zyklus "Heilige Nacht", Tuschzeichnung von Cristina Zaluskowski; Alle Rechte bei edpConcerts München 2003

 

 

 

Beim Josias

Die Base und ihr Mann schlagen die Fenster zu, nachdem sie die um Logis bittenden Verwandten beschimpft haben. Maria ermutigt den verzweifelten Joseph. Ein Fremder - wahrscheinlich ein Engel – weist ihnen den Weg zu einer verfallenen Hütte. Der alte Simmei öffnet und bereitet den beiden im Stall ein Nachtlager. Als er erfährt, dass Maria vielleicht noch in dieser Nacht niederkommen werde, kümmert sich Simmei rührend.

"Heilige Nacht" aus Zyklus "Heilige Nacht", Tuschzeichnung von Cristina Zaluskowski; Alle Rechte bei edpConcerts München 2003

 

 

 

Heilige Nacht

Mond und Sterne leuchten sonderbar hell, die Natur wartet auf ein besonderes Ereignis. Während in Bethlehem alles schläft, plagt die Base das schlechte Gewissen. Sie wirft Josias vor, die Fremden abgewiesen zu haben. Beide streiten heftig. Indessen träumt Hansei in einer Hütte, wo Hirten schlafen, im Himmel bei Gottvater zu sein. Der verspricht, Hansei eines Tages für seine gute Tat zu belohnen. Da wird Hansei plötzlich durch eine Stimme geweckt: „Kommt alle zusammen! Es schlägt euch die heiligste Stunde!“

"Geburt Christi" aus Zyklus "Heilige Nacht", Tuschzeichnung von Cristina Zaluskowski; Alle Rechte bei edpConcerts München 2003

Geburt Christi

Simmei kann nicht schlafen und sieht einen hellen Schein im Stall. Ein Feuer? Ihm wird feierlich zumute. Im Stall ist Christus geboren. Da leuchten alle Sterne auf, Engel jubilieren, der Himmel verkündet Christi Geburt. Aufgeregt eilen die Hirten herbei. Simmei führt sie in den Stall. In einer Krippe liegt ein kleines Kind, der Heiland der Welt. Sie beten ihn an und überbringen erste Glückwünsche – ehrlich und wahr, so wie es einfache Menschen tun. Zum Abschied drücken sie Simmei etwas Geld in die Hand. Sie geben es von Herzen und gehen durch die Nacht nach Hause. In Bethlehem hat man nichts bemerkt. Ihr aber, die ihr in die Mette geht, denkt darüber nach und fragt euch, ob es nichts zu bedeuten hat, dass das Christkind nur Arme gesehen haben!

Tuschzeichnungen aus dem Zyklus "Heilige Nacht" von Cristina Zaluskowski, exklusiv für edp München; Alle Rechte bei edpConcerts München 2003; Herunterladen, Kopieren, Vervielfältigen und Vertreiben der Bilder - auch für private Zwecke - untersagt.