Weihnachtssingen Programm 2018

 

 

 

- ein historisches Vorspiel

  

  in vier Szenen

  von Enrico de Paruta

 

 

Wie solte ich diesen Tag je vergessen?!

Der 1854 bereits 67-jährige Komponist Franz Xaver Gruber (Hans Kornbiegler) erinnert sich an die Geschehnisse des Heiligen Abends 1818, die sein Leben so verändert hatten...

 

Die Schöffer

d´ Schöfferleit
d´ Schöfferleit

 

 

Ahui, in Gottsnam!

Am Vormittag des 24. Dezember 1818 klöpfeln Vinzent (Foto: Christoph Högg), Ferdl (Niklas Mallmann) und der Glockn Toni (Markus Ücker) als singende Abordnung der Salzachschiffer bei der Familie des Komponisten und Organisten Franz Xaver Gruber (Clemens Joswig) in Arnsdorf an.

 

Die Schöffermusik

Die Schöffer, begleitet von Trompetern (Matthias und Simon Bruckbauer) und Tambouren (Benjamin Viegen, Tupan und N. N., Langtrommel) heischen um milde Weihnachtsgaben für ihre notleidenden Familien. Gruber erinnert die Schöffer, am Nachmittag zur Probe für die Christmette  zu kommen.

Im Beichtkabinett

Pfarrprovisor Nöstler
Pfarrprovisor Nöstler

 

 

Pfarrprovisor Nöstler

Zur gleichen Zeit wartet Pfarrprovisor Georg Heinrich Nöstler (Lutz Bembenneck) in der Wallfahrtskirche Maria Bühel bei Oberndorf auf Sünder, um ihnen die Beichte abzunehmen. Nöstler ist mit sich und der Welt unzufrieden. Insbesondere klagt er über seinen Hilfspfarrer Joseph Mohr und dessen unziemliches Benehmen als Geistlicher.

 

Der Disput

In Nöstlers Monolog platzt plötzlich Mohr herein. Zwischen dem, der alten Kirchentradition verpflichteten Nöstler und dem von der Aufklärung geprägten Mohr entwickelt sich ein heftiger Streit. Dabei wollte Mohr seinen Dienstherrn nur um Versöhnung bitten und ihn zur Christmette in die Filialkirche St. Nikola einladen.

Bei Grubers

D´ Gruberin und ihre Kinder
D´ Gruberin und ihre Kinder

 

Grubers Trauer

Als Maria Gruber (Foto: Bettina Baumgartner-Geltl und alternierend Elisabeth Birgmeier) den jungen Dorfschullehrer und Organisten Franz Xaver Gruber geheiratet hatte, brachte sie zwei Kinder in die Ehe mit. Als die Gruberin zwei weitere Mädchen auf die Welt bringt, die noch im Kindesalter sterben, ist die Trauer groß. Sie lähmt insbesondere die Schaffenskraft des Komponisten Gruber.

 

Haidl Bubaidl

Am Nachmittag des 24. Dezember 1818 gedenken die Grubers der verstorbenen Mädchen und stimmen das Wiegenlied Haidl bubaidl (Anm.: erstmals notiert 1819; Vorläufer von Heidschi bumbeidschi) an. Hilfspfarrer Joseph Mohr kommt im rechten Moment und baut den niedergeschlagenen Gruber wieder auf. Mohr hat eine Idee...

Stille Nacht

Die Autoren bei der Arbeit
Die Autoren bei der Arbeit

 

 

Das Weyhnachts-Lied

Gruber soll Mohrs Gedicht Stille Nacht, heilige Nacht vertonen. Und so entsteht im Schul- und Mesnerhaus von Arnsdorf noch wenige Stunden vor der Christmette das Lied. Die Grubers und die zur Probe erschienenen Schöffer stimmen zu Mohrs Gitarrenbegleitung das Weyhnachts-Lied an. Nach der Christmette soll es zur Krippenlegung in der Oberndorfer Pfarrkirche St. Nikola gesungen werden.

 

Ein Lied für die Ewigkeit

Hilfpfarrer Joseph Mohr bedankt sich bei Gruber für die Musik zu seinem Text. Mohr ist sich sicher, das Lied werde als Zeichen ihrer Freundschaft über den Tod hinaus bestehen. 

 

 

 

 

 

 

 


- ein symphonisches Weihnachtsspiel

 

  von Enrico de Paruta

  nach der Weihnachtslegende

  von Ludwig Thoma

 

 

 

 

 

Prolog

 

 

 

 

 

 

Und überm Stall - Entrate

Der Erzähler (Enrico de Paruta) führt mit der ungekürzten Originalfassung der Weihnachtslegende Heilige Nacht durch das Programm und schlüpft in die jeweiligen Figuren oder läßt sie durch Gesangssolisten und Instrumentalisten lebendig werden.

 

 

In Nazareth

 

 

 

 

Das Schreiben

Joseph erhält ein Schreiben der Steuerbehörde mit der Aufforderung, sich nach Bethlehem zu begeben und eintragen zu lassen. Maria ist zuversichtlich, denn es stehe in der Heiligen Schrift, dass sie bald in Bethlehem sein werden und alles Gottes Wille sei.

 

Es wird ein Stern aufgehen

Ein Engel (Foto: Christoph Birgmeier alternierend Michael Birgmeier) in der Verwandlung als Bettelmönch, prophezeit den Stadtleuten in Bethlehem, es werde ein Wunder geschehen.

 

 

 

 

 

 

 

Vom Himmel hoch

Der Engel verkündet Hirten auf dem Feld die baldige Geburt des Gottessohnes. In einem Stall bei Bethlehem werden sie das Kind finden.

 

Auf Bethlehem zua

 

 

Und überm Stall - das Traumlied

In Nazareth macht sich Handwerksbursch Hansei (Manuel Ried) auf den Weg. Im Traum hat er von einem Kind erfahren hat, das in Bethlehem geboren und die Welt erhellen werde.

 

Geh, Hansi, pack dei Binkei zsamm!

Die Hirten treffen Hansei und mahnen ihn zur Eile. Sie wollen noch vor Einbruch der Dunkelheit in Bethlehem ankommen. Hansei schließt sich den Hirten aber nicht an.

 

Wißt `s wos mir traamt hat?

Denn Hansei hat von einer Frau geträumt, die mit ihrem Mann im Schnee in Not geraten sei und Hilfe benötige. Er werde sie suchen.

 

 

 

Im Wald is so staad

Am nächsten Morgen brechen Maria und Joseph auf. Der Weg ist weit und im tiefen Schnee mühsam. Wald und Tiere erwachen. Sie werden Maria (Foto: Bettina Baumgartner-Geltl alternierend Elisabeth Birgmeier) bald kennenlernen.

 

Und mitten im Winter

Maria weiß, der Engel des Herrn beschützt ihren schweren Gang. Während der Mittagsrast schaut Joseph besorgt auf die  geschwächte Frau.

 

Ave Maria

Maria lässt sich nichts anmerken. Sie ist zuversichtlich und findet im Gebet Stärkung.

 

Der Schlitt´n

Da naht der Schlitten des reichen Manasse. Joseph bittet ihn, dass er Maria aufsitzen lässt und mitnimmt. Der aber lacht nur, treibt seine Rösser mit der Peitsche an und fährt weiter. Joseph ist fassungslos.

 

I bin a Kohlbauernbub

Hansei findet in der Tat die entkräftete Maria und trägt sie mit Joseph. Vor den Stadttoren Bethlehems verabschiedet sich Hansei von Maria und Joseph. Er habe seine Papiere verloren. Beide danken dem Handwerksburschen. Gott wird ihm seine Hilfsbereitschaft lohnen.

 

O Freude über Freude

Auch Hias (Clemens Joswig) und die Hirten sind kurz vor Bethlehem angekommen. Sie erzählen uafgeregt von der Verkündigung durch den Engel.

 

Fremde Gäst´

 

Und dauß´d geht da Wind

Maria und Joseph finden keine Bleibe in Bethlehem. Bei allen Wirtschaften fertigt man sie rüde ab. Joseph fleht um eine Bleibe bei wohlhabenden Bethlehemiten, die sie jedoch auch abweisen.

 

Herrschaft! - Herrgott!

Spott und Hohn der Stadtleut´ (Foto: Sebastiam Schober und Angela Schütz) erleben zwei Hirten aus Nazareth. Auch sie können niemanden bewegen, Maria und Joseph aufzunehmen.

 

Heilige Nacht

Die Nacht ist hereingebrochen. Maria versucht Ihre Schwäche zu verbergen. Da erinnert sich Joseph an eine Base, die mit ihrem wohlhabenden Ehemann Josias in Bethlehem lebt. Die Verwandten werden Ihnen gewiss Logis und eine warme Mahlzeit geben.

 

 

 

 

Mei, is des a Gaudium!

Unter dem Sternenzelt kommen der Hirte Toni (Markus Ücker) und Hirtenkinder mit ihren Tieren zusammen und erleben als erste, wie Engel am Himmel jubilieren und sich auf die bevorstehende Geburt Christi einstimmen.

 

Es hat sich halt eröffnet

Die Hirtenkinder müssen sich beeilen, damit sie rechtzeitg beim Stall eintreffen. Gemeinsam stimmen sie ihr fröhliches Halleluja an.

Beim Josias

Vor Josias Haus

Josias fühlt sich in seiner Nachtruhe gestört, beschimpft Maria und Joseph und fordert sie auf zu gehen.

 

Ja, wannst ma net gehst!

Wie von Sinnen keift auch noch die Base vom Fester herab. Josias singt ein Spottlied auf dei beiden. Schließlich schlagen sie die Fenster zu.

 

Erbarme dich, mein Gott!

Joseph weiß sich keinen Rat mehr. Maria ermutigt ihn. Und, wie durch ein Wunder kommt ein Mann auf sie zu - vielleicht ein Engel?

 

Schöne Weis

Der Unbekannte führt sie zu Simmei, der außerhalb von Bethlehem in einem Austragshäusl wohnt. Der richtet den beiden fürsorglich ein Nachtlager in seinem Stall.

 

 

Heilige Nacht

 

Es mog net finsta wer´n

Seltsam hell scheint die Nacht. Die Natur bereitet sich auf die Geburt Christi vor. Sterne und Mond glänzen. Hoch über den verschneiten Bergen erklingt wundersame Musik.

 

Es wird ein Stern aufgehen

Selbst die Stadtleute, die gerade noch verbohrt und herzlos waren, ahnen, dass sich in dieser Nacht die Weissagung des Bettlmönchs erfüllen und in ihrer Stadt Christus auf die Welt kommen werde.

 

O Heilige Nacht

Hansei erfährt vom Engel, dass die Heilige Nacht gekommen sei, in der sich sein wundersamer Traum erfüllen werde. Heute Nacht noch werde Christus geboren. Der Retter sei nah.

 

 

 

 

 

Der Streit

Die Base wacht mitten in der Nacht auf. Ihr scheint, als würde es brennen. Da sie das schlechte Gewissen plagt, weckt die Josias und wirft ihm vor, die Fremden nicht aufgenommen zu haben. Ein heftiger Streit bricht los. Josias zeigt sich unversöhnlich.

 

Im Himmel

Auch Hansei hat in einer Hütte einen Schlafplatz gefunden. Er träumt im Himmel zu sein und Gottvater verspricht ihm, Hansei eines Tages für seine gute Tat zu belohnen. Plötzlich wird Hansei durch eine Stimme geweckt: Kommt alle zsamm! Es schlägt euch die heiligste Stund´!

 

 

 

Geh, Hansei, pack dei Binkei zsamm!

Hansei begegnet erneut den Hirten und Hirtenkindern (Charlotte, Raphael und Magdalena), die ihn zur Eile mahnen. Sie befürchten zu spät zu kommen.

 

Da schauts die Engel sind schon da!

Hansei staunt, fasziniert vom himmlischen Geschehen, den jubilierenden Engeln, der Musik und dem wandernden Stern.

 

Adeste fideles

Nun mahnt auch der Engel zur Eile. Hansei und die Hirten sollen schnell nach Bethlehem gehen, um das Kind im Stall zu bewundern und anzubeten.

Im Stall

 

 

Joseph, lieber Joseph mein

Simmei kann nicht schlafen und sieht einen hellen Schein im Stall. Ein Feuer? Aufgeregt rennt er zum Stall, nicht wissend, dass dort soeben Christus geboren ist.

 

Alleluja

Die Sterne leuchten auf, der Himmel bricht auf und verkündet im Jubelgesang der Engel Christi Geburt.

 

Panis angelicus

Aufgeregt eilen die Hirten herbei. Simmei führt sie in den Stall. In einer Krippe liegt ein kleines Kind, der Heiland der Welt. Über der Krippe wacht der Engel.

 

 

 

Es werd scho glei dumpa

Die Hirtenkinder (Marvin, Pia, Raphael und Charlotte) überbringen Glückwünsche. Zum Abschied drücken sie Simmei Geld in die Hand. Sie geben es von Herzen und gehen wieder nach Hause.

 

Still, still, still

Maria mahnt zur Stille, weil das Kindlein schläft.

 

Andachtsjodler

In Bethlehem hat man von der Geburt Christi nichts bemerkt. Ihr aber, die ihr in die Mette geht, besinnt und fragt Euch, ob es nichts zu bedeuten habe, dass das Christkind nur Arme gesehen haben!

Epilog

 

 

 

 

 

Stille Nacht, heilige Nacht

Franz Xaver Gruber erinnert sich, als am 24. Dezember 1818 die Christmette in St. Nikola beendet war, standen er und Pfarrer Joseph Mohr an der Krippe. Im Schein der Laternen stimmten beide ihr Weihnachtslied Stille Nacht, heilige Nacht an. Es war ein unvergesslicher Moment des Friedens, der die Oberdorfer und schon bald die ganze Welt erfüllen sollte. 

Finale

 

 

 

 

 

 

 

Gloria in excelsis

Mit festlichem Weihnachtsläuten und einem jubilierendem Gloria klingt das Weihnachtssingen Heilige Nacht 2018 aus.

 

 

 

 

 

 

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